Ein Wonnewochenende im Wonnegau
„Swinging Weinhock“


Namensgebungen wie Rheinberg, Klosterberg, Liebenberg, Kirchberg und allen voran Goldberg, verraten es: Osthofen ist „hiwwelisch“, sprich: hüglig, bergig! Will man hier die Weinlagen zu Fuß erkunden, zum Beispiel bei der Weinbergswanderung, so braucht man gutes Schuhwerk und Puste. Dies sind auch die Dinge, die bei „Swinging Wein-hock“ gebraucht werden, denn die fünf ausrichtenden Weingüter bieten einiges: Musik durch alle Genres, die natürlich zum Tanzen einladen. Aber auch Puste und Durch-haltevermögen, was die Wein- u. Sektverkostungen anbelangt. Denn hiervon hat die „heimliche Hauptstadt des Wonnegau“ einiges zu bieten. So umschreibt ein Chronist jenen Landstrich im südlichen Rheinhessen den „Wonnegau“ als einen Flecken auf Erden an dem alles, so der Mensch zur Erhaltung dieses Lebens vonnöten hat, durch Gottes Segen in diesem Revier häufig zu bekommen, vornehmlich an gutem Wein und schönen Getreide..., denn Wonne ist in unserer Sprache ebensoviel wie Lust, Freude und Fülle...“ Diesen „Umstand“ machten sich die ausrichtenden „Weinhock-Winzer“ zunutze und schufen 1991 die Veranstaltung Swinging Weinhock“, die, zu den zehn Top-Veranstaltungen in Rheinhessen und Rheinland-Pfalz aufgestiegen ist.

Die Grundidee der Winzer war, ein Fest zu veranstalten, wie sie selbst gerne feiern würden. Nichts einfacher als das - könnte man sich denken !? Vielleicht war es ja in der Tat so, denn das Konzept der ersten Stunde wurde bis zum heutigen Tage konsequent durchgehalten, so dass einst Maitre Dubs und nunmehr Deutschlands Koch Nr. 1 Johann Lafer, der das „Kulinarische Feuerwerk“ seit 1996 zelebriert, der Meinung ist:

„... eine hochklassige Veranstaltung erster Güte...!“






Die Weingüter öffnen an diesen Tagen gerne ihre Betriebe, Keller und Fässer, führen Weinproben durch, und zeigen das edle Rebengewächs an Ort und Stelle, nämlich im „Wingert.“ Am Abend dann ist „Highlife“ angesagt, ganz Osthofen swingt, ganz egal, ob zu Beat- oder Hip-Hop-Rhythmen. Country, Folk und Jazz fehlen natürlich ebensowenig. Dazu gibt’s deftige rheinhessische Gerichte, Weine, Sekte und eigene Feinbrände, dies freitags und samstags. Der Sonntag ist dann der „Geschlossenen Gesellschaft“ beim „Kulinarium“ vorbehalten.